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Junge Afrikaner und Europäer beteiligen sich an innovativen Pilotprojekten
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 29/09/2020
Der im Oktober 2018 von der AU und der EU ins Leben gerufene Youth Cooperation Hub bringt 42 junge Experten aus Afrika und Europa zusammen. Sie entwickeln und überwachen innovative Pilotprojekte, die von der Zivilgesellschaft auf beiden Kontinenten durchgeführt werden.
Die Plattform für die jugendpolitische Zusammenarbeit von AU und EU, der Youth Cooperation Hub, ist eine innovative, von mehreren Interessengruppen getragene Initiative, die 42 junge Menschen 28 verschiedener Nationalitäten zusammenbringt. Die jungen Menschen stammen aus Afrika und Europa oder aus der Diaspora und sind Experten in so vielfältigen Bereichen wie Kultur, Staatsführung, Unternehmertum und Klimawandel. Vor allem aber begeistern sie sich für die internationale Zusammenarbeit. Ihre Aufgabe? Ideen in Pilotprojekte umzusetzen, die von der Zivilgesellschaft auf beiden Kontinenten durchgeführt werden.
Der AU-EU Youth Cooperation Hub ist Bestandteil ihrer Programmkomponente „Youth Track“. Diese soll die Einbindung junger Menschen aus Afrika, der EU und der Diaspora in die Partnerschaft Afrika-EU und die Zusammenarbeit zwischen der AU und der EU stärken. Sie ging aus dem 5. Gipfeltreffen AU und EU hervor, das 2017 in Abidjan stattfand. Der Hub entstand im Nachgang zum 4. Jugendgipfel Afrika-Europa, der in die Erklärung von Abidjan zur Jugend und die Youth Plug-In Initiative der AU und der EU mündete,
Ein bahnbrechendes Projekt
Die am Hub beteiligten jungen Menschen hatten im Oktober 2018 in Addis Abeba (Äthiopien) erstmals Gelegenheit, sich kennenzulernen. Seither sind sie virtuell oder persönlich zu Gipfeltreffen oder Veranstaltungen wie dem Pariser Friedensforum zusammengekommen. Das Projekt wurde beim ersten Friedensforum im November 2018 als eine der 10 besten Initiativen für Staatsführung ausgewählt.
„Es handelt sich um ein völlig neues und bahnbrechendes Projekt, das von jungen Menschen für junge Menschen entwickelt und durchgeführt wird“, erklärt Elena Bonell De Pascual, eine junge spanische Teilnehmerin, die für mehrere Unternehmen in Afrika und Indien als Beraterin für Wirkungsmessung tätig ist.
Der Hub ist einzigartig, da die jungen Menschen nicht nur wie sonst üblich in Form von Konsultationen einbezogen werden, die sich allgemein auf Empfehlungen und politische Anregungen beschränken. Er geht einen Schritt weiter, indem erprobt wird, wie junge Experten in alle Phasen der Projektentwicklung – von der anfänglichen Konzeption über die Auswahl bis hin zur Überwachung – eingebunden werden können.
Eine Win-Win-Situation
Den jungen Experten des Hubs wurde die Aufgabe gestellt, gemeinsam mit den durchführenden Organisationen der Zivilgesellschaft, die im Rahmen einer Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt wurden, Konzepte für innovative Projekte mit starkem Praxisbezug zu entwickeln. Die Projekte gliedern sich in sechs Cluster: „Kultur, Kunst und Sport“ „Bildung und Qualifikationen“ „Umwelt und Klimawandel“ „Wirtschaft, Schaffung von Arbeitsplätzen und Unternehmertum“ „Verwaltungsführung und politische Integration“ „Frieden und Sicherheit“ Ein siebtes, bereichsübergreifendes Cluster – „Digitales“ – dient der technischen Unterstützung der anderen sechs. Dieses Cluster wurde soeben eingerichtet, und der Hub rekrutiert dafür derzeit neue Mitglieder – du kannst dich noch bis zum 6. März 19 Uhr (MEZ) bewerben!
Die mit insgesamt 10 Mio. EUR ausgestatteten Pilotprojekte werden in kleinem Maßstab, jedoch im Hinblick auf größtmögliche Wirkung, Sichtbarkeit und nachweisliche Ergebnisse durchgeführt. Sie sollen nicht nur Afrika und die EU einander näherbringen, sondern müssen ein echtes Potenzial für eine Ausweitung und Wiederholung an anderen Orten haben.
„Von dieser Erfahrung profitieren sowohl Europäer als auch Afrikaner“, erklärt Komi Elon Claude Sodokin, ein junger Umweltexperte aus Togo und Mitglied der afrikanischen Diaspora in Spanien. Für ihn ist der Hub letztlich eine echte Win-Win-Situation.