KulturMarktHalle e.V.
Käthe Niederkirchner Str 18, Berlin, Þýskaland
https://www.kulturmarkthalle-berlin.de - +4903064823246Lýsing á stofnuninni/samtökunum
The association KulturMarktHalle e.V. was founded in 2016 as a voluntary initiative of people from different professional and cultural contexts. The connecting element was the volunteer work in the refugee accommodation. Our common vision was developed out of our shared experience in the effort to achieve good inclusion of our new neighbours: the creation of an open place for meetings, for art and culture, which should offer space for ideas and personal initiatives in a colourful neighbourhood of old and new Berliners. The importance of appreciation of different cultural and social backgrounds is as important to us as the promotion of intergenerational knowledge transfer, the culture of mutual encouragement and empowerment through community and lifelong learning and life experiences. We see ourselves as an empowering space for new models of living and learning together in horizontal and mostly self-organized structures. In May 2018 we found this place in an empty department store in former East Berlin and started to make the idea of the KulturMarktHalle a reality. The concept of the KulturMarktHalle was discussed, planned and developed as a model in common workshops with local residents of different origins. At monthly general meetings and through the preparation work of project groups such as: exhibitions, events, culture, finances, spatial planning, the concept was reviewed, adapted, further structured and completed.
In mixed teams of new and old Berliners* we carried out many of the craftsmanship tasks for the restoration of the property ourselves. Here the focus was on learning from and doing with one another as an essential way of reducing possible reservations towards people with a different cultural background and creating a sense of community based on mutual respect, trust, curiosity and openness. In the two years of our existence our team has grown, our hall has become a functional, multifunctional place for exhibitions, seminars, various cultural and educational events, concerts, etc.
In the near future our workshop area will also be fully functional and will complement our offer as a meeting place for the neighbourhood. The extensive cultural programme, which has been in place since July 2018, includes exhibitions, theatre performances, dance and concerts. But also various different formats such as sewing café, neighbourhood coffee gossip and the like, which are mostly conceived and implemented through voluntary, neighbourly, volunteer work in the programme team. Although we can record an ever-increasing participation of the immediate neighbourhood and many refugees from close accommodation, access to the "old-established" is not always easy. The Mühlenkiez is one of the typical panel housing estates, as they were built around the seventies and eighties in many larger cities. The first occupation of the housing estate in the Mühlenkiez district dates back to 1978, which means that the age structure of the neighbourhood is relatively high. After the fall of the Wall, the neighbourhood underwent an urban restructuring in which many of the community structures from GDR times became less important and fewer places were available that were indispensable to keep well-functioning social networks alive. Due to the displacement of many residents from inner-city districts and the ingress of young families, the structure of the neighbourhood's population will change. We see this as both a challenge and an opportunity. In close cooperation with the surrounding schools, daycare centres and other educational institutions, we want to make our project even more attractive for children. Sustainability and deceleration find more and more room in our program through the activities of the Eco-AG, e.g. through urban gardening projects or the realization of mobile buildings, like our Tinyhouse. Among other things, they point the way to a new everyday culture based on mutual appreciation, mindfulness and the common good.
--------------------------------------------
Der Verein KulturMarktHalle e.V. hat sich 2016 als ehrenamtliche Initiative von Menschen
aus verschiedenen beruflichen und kulturellen Kontexten gegründet. Verbindendes
Element war das ehrenamtliche Engagement in den Geflüchtetenunterkünften. Aus der
gemeinsamen Erfahrung im Bemühen um eine gute Inklusion der neuen Nachbar*innen,
und aus den individuellen Kompetenzen und Kapazitäten der einzelnen Mitglieder der
Initiatorengruppe ist unsere gemeinsame Vision entstanden: die Gestaltung eines offenen
Orts für Begegnung, für Kunst und Kultur, der Raum bieten soll für Ideen und
Eigeninitiativen in einer bunten Nachbarschaft aus Alt- und Neuberliner*innen. Dabei ist
uns die gegenseitige Wertschätzung unterschiedlicher kultureller und sozialer
Hintergründe ebenso wichtig, wie die Förderung des intergenerationalen Wissenstransfer,
die Kultur der gegenseitigen Ermutigung und Ermächtigung durch gemeinschaftliche und
lebenslange Lern- und Lebenserfahrungen.
Wir verstehen uns als ein Ermöglichungsraum für neue Modelle des Zusammenlebens
und -lernens in horizontalen und weitgehendst selbstorganisierten Strukturen. Seit Mai
2018 haben wir in einer bis dahin leerstehenden Kaufhalle im ehemaligen Ost-Berlin
diesen Ort gefunden und begonnen, die Idee der KulturMarktHalle Wirklichkeit werden zu
lassen. In gemeinsamen Workshops von Anwohner*innen des Kiezes unterschiedlicher
Herkunft wurde das Konzept der KulturMarktHalle beraten, geplant und im Modell
entwickelt. Bei monatlichen Vollversammlungen und durch die Vorarbeit von
Projektgruppen wie: Ausstellungen, Events, Kultur, Finanzen, Raumplanung wurde das
Konzept überprüft, angepasst, weiter strukturiert und ergänzt. Wir haben in gemischten
Teams von Neu- und Alt-Berliner*innen, aus verschiedenen europäischen Ländern und
aus dem afrikanischen, asiatischen und arabischen Sprachraum viele der handwerklichen
Arbeiten zur Instandsetzung der Immobilie selbst durchgeführt. Auch dabei stand im
Mittelpunkt das Voneinander-Lernen und Miteinander-Tun als wesentlicher Weg zum
Abbau möglicher Vorbehalte gegenüber Menschen mit anderem kulturellem Hintergrund
und der Schaffung eines Gemeinschaftsgefühl getragen von gegenseitigem Respekt,
Vertrauen, Neugier und Offenheit.
In den zwei Jahren unseres Bestehens ist unser Team gewachsen, unsere Halle ein
funktionstüchtiger, multifunktionaler Ort für Ausstellungen, Seminare, diverse kulturelle und
Bildungs-Veranstaltungen, Konzerte, etc. geworden. In naher Zukunft wird auch unser
Werkstattbereich voll einsatzbereit sein und unser Angebot als Begegnungsort für die
Nachbarschaft ergänzen. Zu dem seit Juli 2018 bestehenden umfangreichen kulturellen
Programm gehören Ausstellungen, Theateraufführungen, Tanz und Konzerte. Aber auch
diverse niederschwellige Begegnungsformate wie Nähcafé, Nachbarschaftskaffeeklatsch
u. ä., die größtenteils über freiwillige, nachbarschaftliche, ehrenamtliche Arbeit im
Programmteam konzipiert und durchgeführt werden.
Obwohl wir eine immer stärker anwachsende Beteiligung der direkten Nachbarschaft und
vieler Geflüchteter aus den Unterkünften verzeichnen können, ist der Zugang zu den
"Alteingesessenen" nicht immer einfach. Der Mühlenkiez gehört zu den typischen
Plattenbausiedlungen, wie sie um die Siebziger und Achtziger Jahre in vielen größeren
Städten, und eben auch in Berlin, zur Beseitigung des Wohnungsmangels im Rahmen
staatlicher Wohnungsbauprogramme errichtet wurden. Der Erstbezug der Siedlung im
Mühlenkiez datiert auf 1978. Das bedeutet eine relativ hohe Altersstruktur für die
unmittelbaren Nachbarschaft. Nach dem Fall der Mauer fand eine städtebauliche
Umstrukturierung des Kiez statt, bei der viele der Gemeinschaftsstrukturen aus DDRZeiten
immer mehr an Bedeutung verloren haben und immer weniger Orte zur Verfügung
standen, die unentbehrlich sind, um gut funktionierende soziale Netzwerke am Leben zu
erhalten. Aufgrund der zunehmenden Gentrifizierung und der damit verbundenen
Verdrängung vieler Anwohner aus innerstädtischer gelegenen Bezirken und des Zuzugs
junger Familien wird die Homogenität der Anwohnerschaft in den kommenden Jahren
immer mehr aufbrechen. Darin sehen wir eine Herausforderung und gleichzeitig eine
Chance. In enger Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen, Kitas und sonstigen
Bildungsträgern wollen wir unser Projekt für Kinder und Jugendliche noch viel attraktiver
gestalten. Einige Schul-AGs, wie Theater und Skateboard oder Graffiti finden bereits bei
uns statt. Elektronik-, Computer- und Laser-Workshops sind in Planung.
Nachhaltigkeit und Entschleunigung finden durch die Aktivitäten der Öko-AG z.B. durch
Urban Gardening-Projekte, oder die Realisierung von mobilen Bauten, wie unserem
Tinyhouse, immer mehr Raum in unserem Programm. Sie zeichnen u.a. den Weg auf in
eine neue auf gegenseitiger Wertschätzung, Achtsamkeit und Gemeinwohl basierenden
Alltagskultur.
Viðfangsefni tengd samfélagslegri þátttöku
This organisation is willing to involve volunteers who face situations which make their participation in activities more difficult, from the following categories for different types of project:
- Cultural differences
- Economic obstacles
- Social obstacles
- This organisation holds a European Solidarity Corps Quality Label. The Quality Label certifies that the organisation is able to run projects in compliance with the principles and objectives of the European Solidarity Corps.
Scope Sjálfboðastarf
| Role | Gildir til |
|---|---|
| Hosting | 31/12/2027 |
Viðfangsefni stofnunarinnar/samtakanna
Community development
Equality and non-discrimination
Inclusion