Während des Niš-Filmfestivals im Freiluft-Amphitheater der Festung von Niš gehört die Stadt gänzlich namhaften Schauspieler*innen. Zu den wohl skurrilsten Sehenswürdigkeiten von Niš gehört der Schädelturm – ein steinernes Bauwerk, in das 58 menschliche Schädel eingelassen sind. Er ist eine makabre Erinnerung an den Ersten Serbischen Aufstand von 1809, Symbol der serbischen Unabhängigkeit und wichtiger Bestandteil der nationalen Identität. Geschichtsfans sollten sich außerdem die archäologische Stätte Mediana nicht entgehen lassen: Dort wurde der römische Kaiser Konstantin der Große geboren.
Die Hauptstadt Nordmazedoniens ist eine wahre Schatzkammer der Balkan-Kultur. Die Filmkultur ist ein wichtiger Bestandteil ihres Kulturguts, und das sieht man – in Skopje finden nämlich mehrmals jährlich Filmfestivals statt: vom internationalen Filmfestival KineNova bis hin zum Philosophischen Filmfestival. Hast du Lust durch die historische Altstadt zu Bummeln? Dann spaziere doch zum Alten Basar – einem der größten Märkte des Balkanstaates – und stöbere in den zahlreichen traditionellen Kunsthandwerksläden. Von hier aus kannst du weiter zur Steinbrücke laufen. Sie wurde im 15. Jahrhundert auf römischen Fundamenten errichtet und ist eines der Wahrzeichen der Stadt.
Vielleicht hast du schon von den französischen Brüdern Lumière als den Vätern des Kinos gehört, aber vermutlich kennst du ihre pionierhaften Zeitgenossen Yanaki und Milton Manaki weniger gut. Die beiden drehten in Bitola die ersten Kinofilme auf dem Balkan, nur wenige Jahre nachdem der erste Lumière-Film gedreht worden war. Zudem brachten sie die bis dahin unbekannte Bioscope-Kamera 300 in das Land. Heute lebt ihr Vermächtnis im Manaki Brothers Film Festival weiter, dem ersten und ältesten Festival, das den beiden Filmemachern gewidmet ist. Bei deinem Besuch solltest du einen Spaziergang durch die Širok Sokak machen, eine kilometerlange von charmanten klassizistischen Gebäuden gesäumte Fußgängerzone. Du bist in den Sommermonaten dort? Tu es den Einheimischen gleich und kehr in eines der vielen Cafés ein, um auf der Terrasse einen Eiskaffee zu trinken.
Der idyllische mediterrane Küstenflair und der einzigartige Charakter Thessalonikis haben die Stadt zu einem beliebten Drehort für Filmschaffende gemacht. Hochkarätige Filme wie „Der Blick des Odysseus“ (1995) mit Harvey Keitel in der Hauptrolle bis hin zu Hollywood-Blockbustern wie „The Expendables 4“ (2022) mit Sylvester Stallone und Jason Statham wurden in der Hafenstadt gedreht. Für Fans von Sachfilmen gibt es in Thessaloniki auch ein internationales Dokumentarfilmfestival. Mehr über die griechische Filmgeschichte erfährst du im Kinomuseum von Thessaloniki, das sich direkt am Hafen befindet.
Elefsina blickt auf eine faszinierende Vergangenheit zurück. Der Ort ist als Schauplatz der Mysterien von Eleusis bekannt, eines der berühmtesten religiösen Ereignisse der antiken griechischen Religion. Außerdem wurde der namhafte griechische Tragödien- und Dramenautor Aischylos hier geboren. Jeden Sommer findet in einer ehemaligen Industriefabrik das Äschylia-Festival statt – ein Fest für Film, Musik und Theater, das zu den einflussreichsten Festivals in Griechenland zählt. Zudem verfügt Elefsina über ein Open-Air-Kino. Im Juni kannst du dort das Athener Open-Air-Filmfestival besuchen. Als Kulturhauptstadt Europas 2023 setzt sich Elefsina vor allem mit den Verbindungen zwischen seiner Geschichte, seinen Menschen, der Umwelt und der Stadt selbst auseinander.