Die ungarische Hauptstadt bekennt sich zu ihren Traditionen, blickt aber auch in die Zukunft, indem sie ihre städtische Umwelt nachhaltig und inklusiv umgestaltet. Auf diese Weise verkörpert Budapest schrittweise die Werte und Ziele des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB). So werden beispielsweise im Rahmen des Projekts Cooling Corners and Corridors (CoolCo’s) innovative Strukturen geschaffen, mit denen die Auswirkungen von Hitzewellen verringert werden sollen. Die Stadt wurde auch für ihre Barrierefreiheit ausgezeichnet, mit einer besonderen Erwähnung bei den Access City Awards 2015 der EU.
Wenn du einen Moment der Ruhe brauchst, während du die Stadt erkundest, mach einen Spaziergang um die Margareteninsel – eine grüne Oase inmitten der Donau. Oder mach einen Abstecher zum Auróra-Klimagarten – ein schöner kleiner Ort, der mit dem Ziel geschaffen wurde, natürliche Ökosysteme im städtischen Umfeld wiederherzustellen und gleichzeitig Wissen über Gartenbau und Ernährungssicherheit zu vermitteln.
Wenn du dich für Kunst interessierst, kannst du die FKSE-Galerie besuchen, die sich speziell an junge Künstler*innen richtet und soziale Themen in den Mittelpunkt stellt.
Schließlich gibt es da noch die Fischerbastei auf dem Burgberg, wo sich dir ein atemberaubender Ausblick auf die Stadt und die Donau bietet.
Nyíregyháza ist beteiligt an einem Projekt im Rahmen von Interreg Europa zum Thema Nachhaltigkeit mit Schwerpunkt auf der digitalen Wirtschaft. Interreg-Projekte bringen lokale Regierungen zusammen, um innovative und nachhaltige Lösungen für regionale Entwicklungsherausforderungen zu finden. Um den Einsatz der Datenbank zur lokalen Geschichte zu erhöhen und die Datenbank zu erweitern, hilft die Stadtbibliothek von Nyíregyháza den Bürger*innen bei der Nutzung digitaler Systeme und Geräte. Durch die „Telepoem Booth“ leistet sie zudem einen Beitrag zur Literaturförderung. In dieser umfunktionierten Telefonzelle können die Besucher*innen ein Gedicht aus einem Verzeichnis auswählen, die Nummer wählen und es anhören.
Lust auf Grün? Integration der Natur in die Stadtlandschaft – eines der Hauptziele des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB): Dafür sorgt der Tuzson János Botanische Garten. Er gehört zur Universität der Stadt und beherbergt eine große Vielfalt an Pflanzen in einem großen Gewächshaus, einem japanischen Garten und einem See.
Schau dir unbedingt den Musikbrunnen in Sóstó an, der den Zuschauer*innen eine spektakuläre Show bietet. Oder besuche das Freilichtmuseum von Sóstó – ehemals ein Dorf – und schau dir an, wie die Menschen früher gelebt haben. Du kannst dort auch an Veranstaltungen teilnehmen, bei denen du mehr über die volkstümlichen Traditionen erfährst.
Cluj-Napoca – die zweitgrößte Stadt Rumäniens und die inoffizielle Hauptstadt von Siebenbürgen (Transsilvanien) – ist eine grüne und inklusive Stadt. Ihre starke Hochschultradition und ihr städtebaulicher Ehrgeiz machen sie zu einer Vorzeigestadt für die Stadtaufwertung im Rahmen des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB). In Cluj-Napoca befindet sich das CREIC-Zentrum für Kreativwirtschaft und eine der größten Universitäten der EU, was der Stadt einen Eintrag in die Liste der ROCK Role Model Cities eingebracht hat, die zeigen, wie kulturelles Erbe eine Quelle für Erneuerung, Entwicklung und Wachstum ist.
Nutze bei deinem Besuch in Cluj-Napoca die Gelegenheit, das alte Casino-Gebäude mitten im Stadtpark „Simion Bărnuţiu“ zu besichtigen, das mittlerweile als städtisches Kulturzentrum dient.
Während du durch die Stadt schlenderst, solltest du unbedingt einen Blick auf die wunderschönen Gebäude im gotischen Stil werfen. Oder mach einen Rundgang durch das Freilichtmuseum Parcul Etnografic „Romulus Vuia“, um etwas über die Volkskultur Siebenbürgens zu lernen.
Auch der Botanische Garten mit seinem römischen und japanischen Garten, dem Botanischen Museum und den farbenfrohen Pflanzen und Blumen ist einen Besuch wert.
Lust auf einen Film oder auf Live-Musik? Wenn du die Stadt während des Transylvania International Film Festival (TIFF) besuchst: Volltreffer! Auch solltest du dir auf keinen Fall einen Besuch im innovativen Friseursalon Hairgonomy entgehen lassen, in dem regelmäßig DJs auflegen und Live-Musikauftritte stattfinden.
Sighișoara ist eine der ältesten bewohnten befestigten Städte der Welt. Mit ihren Wurzeln in der siebenbürgisch-sächsischen Kultur ist die Stadt Teil des Weltkulturerbe-Städte-Programms der Unesco. Dieses Programm zielt darauf ab, den historischen Wert der Stadt zu bewahren und gleichzeitig ihre modernen Aspekte aufzuwerten. So entsteht eine gelungene Mischung aus Tradition und Innovation im Sinne des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB).
Das historische Zentrum – die Zitadelle von Sighișoara – wurde 1999 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt. Verliere dich in den gepflasterten Fußgängerzonen der Stadt, die von farbenfrohen Gebäuden wie dem Venezianischen Haus (Casa Venețiană) mit seiner grünen Fassade gesäumt sind.
Interessiert an mittelalterlichen Traditionen? Dann solltest du – wenn du Gelegenheit dazu hast – auf jeden Fall eines der Mittelalterfestivals besuchen.
Mit dem Kompostierungsprojekt „Food for the Earth“ macht sich Bukarest auf den Weg zu einem nachhaltigen Leben. Bukarest ist auch Heimat von zwei Finalisten für den Neues Europäisches Bauhaus (NEB) Preis: das Projekt Dăm Click pe România (Let’s Click on Romania), in dessen Rahmen generalüberholte Computer gespendet werden, um einen Beitrag zur Schließung der Bildungslücke zu leisten, und das Projekt Metakitchen – eine Installation, bei der es um die Wiederherstellung historischer Rezepte geht.
Kein Wunder, dass Bukarest auch als das „kleine Paris des Ostens“ bekannt ist: Die Stadt hat eine wunderschöne Architektur. Der Arcul de Triumf (Triumphbogen), das Muzeul Naţional „George Enescu” (Nationalmuseum „George Enescu“) und die Pasaj Macca-Vilacrosse (Passage Macca-Villacrosse) sind nur einige der reizvollen Orte, die an die französische Hauptstadt erinnern – aber auch für sich genommen einen Besuch wert sind.
Bei einem Spaziergang durch die Altstadt kannst du die historische Atmosphäre der Stadt auf dich wirken lassen. Und wenn du an einem regnerischen Tag etwas Farbe brauchst, zaubert dir die Pasajul Victoriei (Viktoria Passage) mit ihrem Dach voller bunter Regenschirme mit Sicherheit wieder ein Lächeln ins Gesicht.
Als Kulturhauptstadt Europas 2019 hat sich Plovdiv seinen Status als kulturelles Zentrum zunutze gemacht, um seinen Wandel zu einem nachhaltigen, attraktiven und inklusiven Wegbereiter zu beschleunigen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung zu ergreifen.
Ein großartiges Projekt, das die Werte des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB) in Plovdiv verkörpert, ist Urban Dreams. Dieses Projekt verfolgt einen nachhaltigen und künstlerischen Ansatz, um verlassene Gebiete im Stadtteil Kapana wiederzubeleben, und setzt damit ein sichtbares Zeichen für Innovation, Entdeckung, Kultur und Kreativität.
Das Stadtbild von Plovdiv wurde durch Kunstwerke verändert: In der ganzen Stadt findest du Graffiti von Künstlerinnen im Rahmen des Projekts Sense of a City, das von der Idee der Inklusion, Sicherheit und Nachhaltigkeit inspiriert ist.
Plane während deiner Zeit in Plovdiv auch einen Besuch des Regionalen Ethnografischen Museums ein: Draußen kannst du die malerische Fassade bewundern und drinnen tauchst du ein in bulgarische Traditionen und die bulgarischen Kultur.
Istanbul – die Stadt, die sich auf zwei Kontinente erstreckt – wurde als Zentrum für Design in das Unesco Creative Cities Netzwerk aufgenommen. Die jährliche Kunstmesse Contemporary Istanbul, auf der neue kreative Ideen vorgestellt werden, ist lediglich ein Ventil für den kreativen Geist der Stadt.
Eine moderne Interpretation alter Traditionen findest du auf dem Kadiköy-Markt, wo die Essenswagen von TAK, einem Kollektiv von Künstler*innen und Designer*innen, in einem modernen Konzept neu gestaltet wurden.
Ein eindrucksvolles Beispiel für Istanbuls Weg zu den Zielen des Neuen Europäischen Bauhauses (NEB), z. B. grün und inklusiv zu sein, ist die Fußgängerzone im Stadtviertel Lâleli, wo du tagsüber durch die autofreien Straßen schlendern kannst.
Wenn du einen Zeitsprung in die osmanische Zeit machen willst, solltest du dir die Blaue Moschee – eines der kulturellen und historischen Wahrzeichen der Türkei – oder den Topkapi-Palast – viele Jahrhunderte lang Hauptresidenz der osmanischen Sultane – nicht entgehen lassen.