Mein Freiwilligendienst in Griechenland
Cassandra, Luxemburg, Age 29Mein Freiwilligendienst in Griechenland war eine unvergessliche Zeit voller Natur, Tiere und neuer Freundschaften. Ich habe nicht nur gelernt, wie man mit Pferden arbeitet, sondern auch, wie bereichernd kultureller Austausch sein kann
Von Mai bis Anfang Juli verbrachte ich sechs unvergessliche Wochen in Kokkinochima, einem kleinen Ort in Nordgriechenland. Während dieser Zeit arbeitete ich im Rahmen der Aktivität „Horse Lover“ in der Horse Academy Katsiti und für die Organisation Pythia Social Cooperative Enterprise. Meine Hauptaufgabe bestand darin, mich um die Pferde zu kümmern – also die Boxen sauber zu halten, für Futter und Wasser zu sorgen und allgemein auf ihr Wohlbefinden zu achten. Wir lernten, wie man das Reitgeschirr richtig anlegt, begleiteten das therapeutische Reiten und übten das Longieren der Pferde. Das Ziel war es, die Tiere besser kennenzulernen, ihr Verhalten zu verstehen und gleichzeitig unsere eigenen Fähigkeiten im Umgang mit ihnen zu verbessern. Neben der Arbeit mit den Pferden organisierten wir auch verschiedene Aktivitäten und Thementage für Kinder. Alle Aufgaben fanden draußen in der Natur statt, und die Arbeitszeiten wurden immer flexibel an das Wetter angepasst, was besonders in den heißen Sommermonaten sehr angenehm war. Wir waren ein kleines Team aus drei Freiwilligen, wodurch schnell eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit entstand. Die Atmosphäre in der Horse Academy war sehr herzlich. Die Chefin war unglaublich lieb und kümmerte sich nicht nur um die Arbeit, sondern auch um unser Wohlbefinden außerhalb der Arbeitszeit. Auch ihr Vater unterstützte uns tatkräftig, zeigte uns vieles über die Pferdehaltung und half, wo immer er konnte. Unser Mentor war stets erreichbar, brachte uns viel über die griechische Kultur bei und nahm uns zu Freizeitaktivitäten wie Catchball oder einem wöchentlichen traditionellen Tanzkurs mit. Wir hatten außerdem die Gelegenheit, traditionelle griechische Feste mit Essen, Musik und Tänzen zu besuchen – ein echtes Highlight, das uns das Gemeinschaftsgefühl und die Lebensfreude der Menschen dort näherbrachte. Untergebracht waren wir bei einer liebevollen Familie im Dorf. Besonders Yaya, die Großmutter des Hauses, hat uns mit ihrer herzlichen Art und ihrem köstlichen griechischen Essen begeistert. Mit ihr konnten wir auf Deutsch sprechen, während die Hauptsprache im Projekt Englisch war – das stellte aber keinerlei Problem dar. Auch der Familienhund begleitete uns oft auf Spaziergängen durch die wunderschöne Natur. In unserer Freizeit besuchten wir häufig die nahegelegene Stadt Kavala, die mit ihrem Meerblick, den kleinen Gassen und der Geschichte beeindruckte. Mein absolutes Highlight war jedoch, als wir mit den Pferden zum Strand ritten und sogar im Meer schwimmen konnten – ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Insgesamt war mein Freiwilligendienst in Griechenland eine bereichernde und wunderschöne Zeit. Ich habe viel über Pferde, die griechische Kultur und das Arbeiten im Team gelernt – und würde diese Erfahrung jedem weiterempfehlen, der Lust auf Natur, Tiere und kulturellen Austausch hat.
Updated on Donnerstag, 06/11/2025