Das gesamte Stadtzentrum Straßburgs, das oft als Bindeglied zwischen französischer und deutscher Kultur angesehen wird, ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte. Die Stadt war im Rennen um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2021“ unter den Finalisten. Denn sie ist führend im Kampf gegen Klimawandel und Luftverschmutzung. 2012 hat Straßburg eine Charta für mehr biologische Vielfalt eingeführt. Sie trägt zum Schutz der lokalen Wälder, Parks und Wildtiere bei, indem Lebensräume für Tiere wie Bienen geschaffen werden, auf den Einsatz von Pestiziden bei Kulturpflanzen verzichtet wird und Gebäudedächer begrünt werden. Und wenn du gleich zwei Länder auf deiner Bucket-List abhaken möchtest, dann ist Straßburg der perfekte Stopp auf deiner Route. Auf der Brücke im „Garten der zwei Ufer“ kannst du mit einem Fuß in Frankreich und mit dem anderen in Deutschland stehen.
Die Hauptstadt Luxemburg ist das Prunkstück des gleichnamigen und einzigen Großherzogtums der Welt. Mehr als ein Drittel der Stadt besteht aus Parks und Grünanlagen, sodass sich die Stadt am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden lässt. Die Stadt Luxemburg, die sich zwischen den Schluchten der Flüsse Petruss und Alzette erstreckt, ist ein wahrer grüner Hotspot! Die öffentlichen Verkehrsmittel sind innerhalb des Landes kostenfrei. Also ab in den Bus und das Beste daraus machen: vom Hauptbahnhof kommt man innerhalb einer Stunde zum wunderschönen See in Echternach. Jetzt fehlt nur noch ein gutes Buch und ein paar Snacks für ein Picknick am Seeufer!
Löwen – Preisträger des Titels „Grünes Blatt Europas“ 2018 – ist eine historische Universitätsstadt 25 km östlich der belgischen Hauptstadt Brüssel. Die Stadt hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. So wurde der Stadtverkehr durch autofreie Zonen und ein verbessertes Radwegenetz umweltfreundlicher gestaltet. Der botanische Garten von Löwen geht auf das Jahr 1738 zurück und ist der perfekte Ort für ein paar Instagram-taugliche Schnappschüsse von beeindruckenden tropischen Pflanzen. Wenn du es nicht bis nach Löwen schaffst, kannst du dir den Garten stattdessen auch digital ansehen!
Als eines der verborgenen Schätze Deutschlands engagiert sich Essen für die Bekämpfung des Klimawandels, mehr Grünflächen und eine bessere Luftqualität vor Ort. In den letzten 40 Jahren hat Essen den Wandel von einer auf Kohleabbau und Stahlproduktion beruhenden Region hin zu einer umweltbewussten grünen Stadt vollzogen. Dieser Wandel wurde 2017 mit der Ernennung zur „Grünen Hauptstadt Europas“ gewürdigt. Mehr über die industrielle Vergangenheit und den grünen Wandel der Stadt erfährst du im Ruhrmuseum. Das Museum befindet sich in einer stillgelegten Zeche und erzählt als Stück Kulturgeschichte die Geschichte des Ruhrgebiets.
Die an den Ufern der Waal gelegene Stadt Nimwegen wurde 2018 mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ ausgezeichnet. Hier fand zudem das erste DiscoverEU-Treffen im Jahr 2019 statt. Mit den Ursprüngen einer römischen Siedlung ist die Stadt heute sowohl ein kultureller als auch ein ökologischer Hotspot. Bis 2050 soll sie „klimasicher“ sein. Dieses Ziel wird mit Unterstützung der Bevölkerung, der Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen umgesetzt. Mit letzteren aus dem Bereich Umwelt hat die Stadt zudem einen Windmühlenpark errichtet, der inzwischen 10 % der Stadt mit Strom versorgt. Wer einen Blick in die Vergangenheit Nimwegens werfen möchte, sollte sich den Valkhof-Park nicht entgehen lassen: eine wunderschöne Naturlandschaft, gespickt mit römischen Ruinen und einer fast 1 000 Jahre alten Kapelle.
In Hamburg gibt es viel zu unternehmen und zu erkunden – ein perfekter Zwischenstopp also auf deiner DiscoverEU-Reise! Wusstest du schon, dass es dort mehr Brücken gibt als in jeder anderen europäischen Stadt? Mach einen Wettbewerb mit deinen Freundinnen und Freunden, wer die meisten findet – mit Extrapunkten für die älteste Brücke aus dem Jahr 1633! Die norddeutsche Metropole war 2011 „Grüne Hauptstadt Europas“ und hat Maßnahmen wie die Einführung erneuerbarer Energien und ein Verbot für Plastikflaschen und Einweg-Kaffeebecher in öffentlichen Behörden ergriffen. Es gibt sogar Pläne, die Innenstadt bis 2034 vom Autoverkehr zu befreien und den Zugang nur zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erlauben.
Kopenhagen ist für alle DiscoverEU-Reisenden einen Besuch wert. Ob man nun ein Foto von der kleinen Meerjungfrau macht oder auf einem Markt zum ersten Mal Smørrebrød probiert – die dänische Stadt bietet viel zu sehen und zu erleben. 2014 mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ ausgezeichnet, setzt sich die Stadt dafür ein, das Leben für alle grüner zu gestalten. Bis 2025 plant sie, die erste klimaneutrale Stadt der Welt zu werden, und hat bereits 50 % der Einwohner dazu ermuntert, mit dem Fahrrad zur Arbeit bzw. zur Schule zu fahren. Ein Muss ist die Torvehallerne – eine Markthalle mit frischen lokalen Produkten. Dort kannst du dänische Köstlichkeiten probieren oder über die Bedeutung nachhaltiger, lokal erzeugter Lebensmittel diskutieren.
Malmö hat sich aus der Asche einer ehemaligen Industriebrache zu einer der grünsten Städte Schwedens entwickelt. Früher bekannt für Schifffahrt und Schwerindustrie, half die schwedische Regierung der Stadt bei der Umstellung auf mehr Umweltfreundlichkeit. Das Malmö Museum bietet einen Einblick in die Industriegeschichte der Stadt und ermöglicht den Vergleich mit den heutigen umweltfreundlichen Ambitionen. Der auf dem Gelände einer ehemaligen Burg untergebrachte Komplex umfasst eine Reihe von Museen, die nützliche Einblicke in die Vergangenheit, die natürliche Umgebung und die maritimen Traditionen der Stadt bietet. Alle 177 Busse der Stadt werden mit einer Mischung aus Druckgas und Biogas betrieben, sodass du die Stadt auch auf umweltfreundliche Weise erkunden kannst! Mit der Buslinie 5 Richtung Fullriggaren kannst du den Scaniaparken besuchen - einen ruhigen Park, von dem aus du einen tollen Ausblick auf die berühmte Öresundbrücke zwischen Schweden und Dänemark hast.
Mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ wurde Oslo 2019 für die bereits geleistete Arbeit zur Verbesserung der Umweltfreundlichkeit und das Engagement der Stadt für den Aufbau einer nachhaltigen Zukunft ausgezeichnet.
Vor Ort solltest du den Frognerpark besuchen: Hier kannst du spazieren gehen, ein Picknick machen, Menschen beobachten oder den Skulpturenpark bewundern. Lust auf mehr Natur? Dann mach einen Abstecher in den 54 Hektar großen Schlosspark (Slottsparken) oder in den botanischen Garten im Stadtteil Tøyen. Natur kannst du auch außerhalb der Stadt genießen. Nimm dafür einfach die U-Bahn zum See Sognsvann. Hier kannst du wandern, laufen, schwimmen oder ein Picknick machen.