Die Wurzeln der ersten Smart City des heutigen Serbiens reichen bis in die Antike zurück: Schon zur Zeit des Römischen Reichs galt die Stadt als inoffizielle Grenze zwischen Osten und Westen. Hier, im antiken Naissus, wurde Konstantin der Große (272 - 337 n. Chr.) geboren. Seinen Geburtsort kannst du noch heute in der archäologischen Ausgrabungsstätte „Mediana“ besuchen. Später wurde Niš von den Osmanen eingenommen. Sie errichteten eine imposante Festung mit einer bis heute erhaltenen Moschee aus dem 16. Jahrhundert und den „Ćele Kula“ (Schädelturm) als Mahnmal zur Abschreckung vor Aufständen. Wenn du nach all diesen Eindrücken etwas Entspannung brauchst, dann spazier doch durch die „Kazandzijsko Sokace“ (Blechschmied-Gasse), die mit ihrem Kopfsteinpflaster einen ganz besonderen Charme hat. Früher traf man hier auf Blechschmiede: Bis 1990 gingen sie in diesem letzten verbliebenen Handwerkerviertel ihrer Arbeit nach. Heute kannst du die eindrucksvolle Atmosphäre der Gasse in einem der vielen Cafés oder Restaurants genießen. Wenn du Hunger hast, solltest du auf jeden Fall in einer „Kafana“ vorbeischauen. In diesen traditionellen Tavernen bekommst du nicht nur leckere Gerichte aus der Region, sondern auch Live-Unterhaltung serviert! Niš hat neben seiner reichen Geschichte aber auch anderes zu bieten: Zur Zeit wird daran gearbeitet, die Infrastruktur der Stadt intelligenter zu gestalten: Bereits jetzt nutzt Niš den verfügbaren Datenbestand, um den Verkehr zu regeln, die Luftqualität zu überwachen und Stromnetzausfälle zu verringern.
Das heutige moderne Erscheinungsbild von Skopje ist tatsächlich einem schweren Erdbeben geschuldet, das die Stadt 1963 größtenteils zerstörte. Teile der neolithischen Siedlungen in der alten Kale-Festung mit Blick auf das Stadtzentrum sind jedoch erhalten geblieben. Hast du Lust zum Bummeln und Stöbern? Dann spazier doch zum Alten Basar – einem der größten Märkte auf dem Balkan – und schau dir das traditionelle Kunsthandwerk in den vielen Geschäften dort an. Von hier aus kannst du weiter zur Steinbrücke laufen. Sie wurde im 15. Jahrhundert auf römischen Fundamenten errichtet und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Und auch in Sachen Nachtleben hat Skopje mit seinen vielen verschiedenen Bars und Clubs einiges zu bieten. Wenn du mehr über Events und Neuigkeiten in Skopje erfahren möchtest, hol dir die App „My Skopje“. Die App war einer der Schwerpunkte der letzten Phase des Projekts „Skopje Smart City“: Mit innovativen und fortschrittlichen Technologien soll die Lebensqualität in der Stadt erhöht werden. Ziele sind unter anderem eine gesündere Umwelt, hochwertigere Dienstleistungen und eine effektivere Kommunikation mit der Bevölkerung. Nordmazedonien setzt sich auch sehr für junge Menschen ein. Das Land investiert 150 Mio. Mazedonische Denar (ca. 2 500 000 Euro) in digitale Fortbildungen. Möglich ist dies durch die aktive Beteiligung eines Digitalen Forums, das sich aus Beauftragten für IKT an Hochschulen, den Handelskammern, IKT-Fachleuten und Regierungsvertretern zusammensetzt.
Du denkst, Bulgarien kann nichts außer Joghurt? Dann schnapp dir einen Löffel und auf nach Sofia! Lass dich überraschen von all den Sehenswürdigkeiten und Gerichten, die die bulgarische Hauptstadt zu bieten hat. Mit „Balkan Bites“ kannst du kostenlos eine Tour durch die kulinarische Welt dieser schönen Stadt machen: In 5 verschiedenen Geschäften und Restaurants erfährst du alles über die Vorzüge der einzigartigen bulgarischen Küche. Wenn du lieber allein auf Erkundungstour gehst, dann lad dir die interaktive Karte von Sofia herunter. Die bulgarische Hauptstadt wird nämlich gerade zur „Smart City“: Sie verfügt bereits über ein öffentliches High-Speed-WLAN-Netz (kostenlose Datengeschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s), auf das man bequem über 22 Hotspots zugreifen kann. Außerdem nahm Sofia an der „Digital Cities Challenge“ der Europäischen Kommission teil, um ein neues Big-Data-Kompetenzzentrum einzurichten.
Du interessierst dich für osmanische Architektur? Dann musst du unbedingt nach Edirne! Die Stadt wurde 1363 zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches ernannt. Seit 2011 gehört ihre Selimiye-Moschee zum UNESCO-Weltkulturerbe. Von der Moschee aus kannst du zum Ali-Pascha-Basar spazieren, einem traditionellen überdachten Markt mit über 130 Verkaufsständen. Schau dir hier unbedingt die „meyve sabunu“ an – für diese hyperrealistischen fruchtförmigen Seifen ist Edirne in der ganzen Türkei bekannt. Im Juni oder Juli können Kulturfans über drei Tage ein ganz besonderes Event erleben: das Öl-Ringkampf-Turnier „Kırkpınar“. Die Anfänge dieses Sports reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Als „Smart City“ macht Edirne mit der Einführung intelligenter Verkehrssysteme auch Fortschritte im Bereich intelligente Mobilität.
Istanbul zählt zu den größten Städten der Welt und ist an kultureller Vielfalt kaum zu überbieten. Besuche zu Beginn deiner Reise auf jeden Fall die Kathedrale Hagia Sophia, die größte architektonische Errungenschaft des Byzantischen Reichs. Danach hast du die Qual der Wahl: Auf einer Seite, nur wenige Schritte entfernt, geht es weiter zur Blauen Moschee. Auf der anderen Seite findest du den prächtigen Topkapı-Palast, ein eindrucksvoll verziertes Schmuckstück islamischer Kunst. Während Kunstwerke wie diese an die glorreiche Vergangenheit der Stadt erinnern, ebnet Istanbul gleichzeitig den Weg in die Zukunft. Die Stadt hat ein umfassendes Digitalisierungsprogramm auf den Weg gebracht. Der Fokus liegt auf acht Bereichen, darunter Mobilität, Umwelt und Governance. Istanbul stützt sich dabei auf strategische Ziele zur Verbesserung der Lebensqualität.