EU-Jugendkoordinator*in
EU-Jugendkoordinator*in – Funktion
Die Europäische Kommission schlug vor, eine*n EU-Jugendkoordinator*in einzusetzen, um die sektorenübergreifende Zusammenarbeit, den Wissensaufbau und den Austausch über Jugendfragen innerhalb der Kommission zu verstärken.
Der Rat begrüßte diese Absicht in der Entschließung des Rates zur EU-Jugendstrategie 2019-2027 und wies darauf hin, dass der bzw. die EU-Jugendkoordinator*in mit verschiedenen Akteuren Hand in Hand arbeiten sollte, um eine einheitliche Kommunikation gegenüber jungen Menschen sicherzustellen.
In seinen Schlussfolgerungen vom 29.11.2023 hat sich der Rat für die durchgängige Berücksichtigung junger Menschen in politischen Entscheidungsprozessen in der Europäischen Union ausgesprochen. Er ersuchte die Europäische Kommission, „die Perspektive junger Menschen insbesondere in der Politikgestaltung, -umsetzung, -überwachung und -bewertung durchgängig zu berücksichtigen, wobei diese Sichtweise auf alle Bereiche anzuwenden ist, die das Leben junger Menschen betreffen – gegebenenfalls unter Einbeziehung des EU-Jugendkoordinators auf EU-Ebene“.
Was macht der bzw. die EU-Jugendkoordinator*in?
Der oder die EU-Jugendkoordinator*in unterstützt das kommissionsinterne Jugendnetz, bestehend aus den Jugendkorrespondenten der gesamten Kommission, und führt den Vorsitz in der EU-Gruppe der Interessenträger im Jugendbereich.
Der oder die Koordinator*in:
- fördert die Berücksichtigung der Perspektive junger Menschen (einschließlich der im Rahmen des EU-Jugenddialogs eingegangenen Beiträge) in allen einschlägigen Politikbereichen,
- stärkt die Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen den Kommissionsdienststellen, die sich mit Jugendfragen befassen, und
- sensibilisiert junge Menschen für die Chancen, die die EU bietet.
Marta Markowska wurde im Mai 2026 zur EU-Jugendkoordinatorin ernannt.
Biliana Sirakova war von Juni 2021 bis Januar 2026 als erste EU-Jugendkoordinatorin tätig,