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Als Zimmermann-Azubi in Finnland

Philipp, Deutschland

Meine Eigenständigkeit hat sich weiterentwickelt. Ich war alleine unterwegs, musste mich koordinieren und zurechtfinden, in der Gastfamilie einleben und in das Arbeitsleben integrieren. Ich kann die Erfahrung nur empfehlen!

Ich bin Philipp und habe eine Ausbildung zum Zimmermann gemacht. Für mein Auslandspraktikum sollte es ein Land sein, in dem Holz eine zentrale Rolle spielt. In Finnland gibt es viele Wälder und die Holzindustrie ist dort die drittgrößte Branche – also genau richtig.

Ich war an einer überbetrieblichen Schule in Finnland. Die Azubis bauen dort Häuser, welche die Schule später verkauft! Der finnische Meister hat uns Azubis jeweils erklärt, was zu tun war. Er sprach kein Englisch, deshalb mussten andere für mich übersetzen.
Was mir geholfen hat: in der Theorie wusste ich schon, wie es geht, aus der Berufsschule. Das alles jetzt in der Praxis zu machen – das war toll!

Die anderen Azubis waren jünger als ich, 16 - 17 Jahre alt. Sie bekommen kein Geld in der Ausbildung, das hat man manchmal an ihrer Motivation gemerkt. Wir haben uns dennoch gut verstanden und meistens zu zweit gearbeitet.

Ich war in einer Gastfamilie untergebracht - die beste Gastfamilie, die man haben kann. Es gab fast jeden Tag Programm, damit ich Finnland kennenlerne. Die typische finnische Sauna wurde auch gleich am ersten Abend für mich beheizt. Frisbee Golf, auch etwas typisch Finnisches, musste ich erst googeln. Mein Gastbruder hat mich dann öfters mitgenommen. Das Prinzip ist wie beim Golfspiel, nur mit einem Frisbee und einem Korb.

Weil die finnischen Azubis eine 28-Stunden Woche haben, blieb mir viel Zeit für Sightseeing. Ich habe zum Beispiel Helsinki besucht und den Nationalpark Nuuksio mit tollen alten Bäumen und vielen Seen.

Updated on Dienstag, 17/02/2026

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Mein Jahr als Freiwillige in Schweden

Isabelle, Deutschland

Anfangs fühlte ich mich manchmal etwas unwohl, wegen der neuen Umgebung. Aber mit der Zeit schwächten diese Gefühle und Barrieren ab, weil ich wundervolle Menschen kennenlernte, die zu guten Freunden geworden sind.

Ende August 2018 begann meine Reise nach Delsbo, Nordschweden auf den Camphill „Staffansgården“, ein Ort an den Menschen mit Behinderung leben. Ich nenne es bewusst einen Ort für Menschen mit Behinderung, denn das Leben in den verschiedenen Häusern gleicht einer familiären Wohngemeinschaft. Staffansgården erstreckt sich über eine große Fläche mit mehreren typisch-schwedischen roten Einfamilienhäusern, die teilweise sehr zentral in Delsbo, auf der dazugehörigen Farm und im 10 km entfernten Friggesund liegen. Mein Haus, indem ich mit fünf weiteren Menschen zusammenlebte, lag in direkter Wald Nähe, sodass ich schon zu Beginn gerne viel Zeit in der Natur verbrachte. Der Wald nahm bei meiner Ankunft eine herbstliche Gestalt an, die Blätter färbten sich in wunderschönen Farben, die Temperaturen sanken und vor allem wuchsen überall Pilze, Blaubeeren und Preiselbeeren. Es war ein wunderschönes und farbenfrohes Naturparadies, in welches ich mich sofort verliebte.

Anfangs fühlte ich mich dennoch manchmal etwas unwohl, denn es war eine neue Umgebung, man hatte seine Familie und Freunde nicht in unmittelbarer Nähe und ich konnte mich nicht auf meiner gewohnten Sprache ausdrücken. Mit der Zeit schwächten diese Gefühle und Barrieren ab, weil ich wundervolle Menschen auf der Arbeit und in meinem Haus kennenlernte. Mit ihnen verbrachte ich gerne meine Freizeit. Einige sind gute Freunde geworden, die ich in naher Zukunft besuchen möchte.

In der Woche sowie an Wochenenden begleitete ich die Bewohner in ihrer Tagesstruktur und gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Der typische Tagesablauf begann mit einer Morgenrunde, an der jeder teilnahm. Hier wurde der komplette Ablauf und besondere Tagesangebote besprochen und die Menschen hatten Zeit über ihre Wochen(end) Erlebnisse zu berichten. Nach dieser Morgenrunde teilte sich die Gruppe (auch ich) in die einzelnen Behinderten-Werkstätten auf. Darunter fielen folgende Werkstätten: Großküche, Backstube, Schreinerei, Weberei, Gärtnerei, Farmarbeit, Papierwerkstatt. Ich arbeitete am liebsten in der Schreinerei, denn das Arbeiten mit den großen Maschinen und dem Holz machten mir viel Spaß. An zwei Tagen der Woche arbeitete ich auf der Farm. Hier waren meine Aufgaben u.a. das Füttern der Tiere (Kühe,Hühner,Schweine), Sammeln der Hühnereier, die Arbeit auf den Gemüsefeldern und das ausgeizen der Tomatenpflanzen im Gewächshaus.

Nachmittags wurden Aktivitäten angeboten wie Tanzen, Schwimmen, Yoga, Gymnastik und Floorball, die den Bewohner*innen besonders Spaß machten. Als Freiwillige haben wir uns auch in die Angebote miteingebracht, sodass wir einmal im Monat ein Volontär-Café für alle organisierten und einige leckere Nachspeisen zubereiteten sowie die Dekoration für Jahresfeste mit viel Liebe erstellten.

In meiner Freizeit habe ich mir zusätzlich tolle Erinnerungen schaffen können, an die ich mich bis heute oft zurückerinnere wie beispielsweise Eisfischen, lokale Konzerte und Festivals besuchen und mitorganisieren, lange Wanderungen, Ski fahren, Kanu fahren, in Seen schwimmen, Fahrraddraisine fahren und vieles mehr.

Heute bin ich glücklich und dankbar den Mut aufgebracht zu haben, um diese vielen wundervollen Momente erleben zu dürfen.

Updated on Dienstag, 17/02/2026

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Du reist nie wirklich allein

Maike, Deutschland

Das Reisen alleine hat mir vor Augen geführt, wie viele Dinge ich zuhause niemals ohne Begleitung machen würde. Das wollte ich ändern und habe es auch niemals bereut!

Ich bin Maike und bin mit DiscoverEU für vier Wochen durch Ungarn, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie Slowenien gefahren – drei Wochen davon ganz auf mich alleine gestellt.

Das Reisen alleine hat mir vor Augen geführt, wie viele Dinge ich zuhause niemals ohne Begleitung machen würde: im Restaurant essen, abends ausgehen oder sich einen Film im Kino anschauen. Das wollte ich ändern und habe es auch niemals bereut! Ein Satz, den ich oft gehört und während meiner Reise verinnerlicht habe, ist „you never really travel alone“. Ob bei free walking tours, in Hostels oder in Bus und Bahn – je länger ich unterwegs war, desto besser wurde ich darin, mit Fremden ganz offen und unvoreingenommen Smalltalk zu führen.

Im Hostel in Ljubljana hatte ich zwei israelischen Zimmergenossen. Wir verstanden uns so gut, dass wir am nächsten Tag einen gemeinsamen Ausflug zu einem Nationalpark im Süden Sloweniens machten. Die Leute, die ich während meiner Reise kennengelernt habe, haben meine Zeit viel unvergesslicher gemacht als all die schönen Landschaften und Städte, die ich gesehen habe. Ich bin überzeugt, dass ich so viele dieser Bekanntschaften nicht gemacht hätte, wenn ich mit deutschen Freunden in einer Gruppe verreist wäre!

Mostar, eine bosnische Kleinstadt, wird mir als eines meiner liebsten Reiseziele in Erinnerung bleiben. Mit meinem Abstecher nach Bosnien und Herzegowina habe ich zwar die EU verlassen – werde es dennoch trotzdem als einen wichtigen Teil meines DiscoverEU-Trips bezeichnen. In Mostar konnte ich mit Einheimischen in Kontakt treten wie nirgends sonst, so unendlich viel über die Geschichte des gesamten Balkans lernen und die Unterschiede zu den EU-Ländern hautnah erleben.

Während meiner vier Wochen Interrail hatte ich wohl fast so viele Neuanfänge wie Sonnenaufgänge – ich habe viele Orte besucht, verschiedenste Leute kennengelernt und mich dabei selbst immer wieder neu erfunden. Deswegen kann ich nicht nur Interrail und DiscoverEU, sondern vor allem auch das Alleine Reisen wärmstens empfehlen!

 

Updated on Dienstag, 17/02/2026

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Lebensrettende Technik in Frankreich

Manuel, Deutschland

Ich kann es nur wärmstens empfehlen, ebenfalls ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ zu machen. Auch wenn man vorher Zweifel hat, es lohnt sich!

Ich bin Manuel Lorenz, 21 Jahre alt und mache eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme. Meine Berufsschule bot mir an, für einen Monat für ein Auslandspraktikum durch Erasmus+ nach Bisccarose im Westen Frankreichs zu gehen. Zusammen mit zwei weiteren Azubis machte ich mich im November 2019 auf den Weg.

Als Erstes besuchte ich die Partnerschule. Es war sehr interessant zu sehen, wie viele praktische Projekte die Schüler dort bearbeiteten. Bei uns in der Berufsschule gibt es mehr theoretische Aufgaben. Am vierten Tag war es dann soweit: Mein erster Arbeitstag. Ich durfte bei der Firma Imartec arbeiten, einem kleinem Zwei-Mann Betrieb, der Defibrillatoren reparieren. Der Chef, der auch gut Englisch sprach, zeigte mir alles und erklärte mir die verschiedenen Aufgabenbereiche. Sein Mitarbeiter sprach leider wenig Englisch und ich wenig Französisch. Dennoch haben wir uns immer verständigen können und kamen gut miteinander aus. In den drei Wochen, in denen ich dort arbeiten durfte, bekam ich vielfältige Aufgaben. Ich lernte viel Neues über die spannende Technik der Defibrillatoren. Wenn man hier nicht präzise arbeitet, können Leben gefährdet werden.

Die Gegend, in der wir lebten, war sehr ländlich, was mir besonders gefiel. In der Nähe war gleich das Meer. Auch die Stadt Bordeaux haben wir besucht.

Rückblickend fand ich die Zeit in Bisccarose sehr gut. Alle, mit denen ich zu tun hatte, waren sehr freundlich und hilfsbereit. Besonders schätze ich, dass ich das Praktikum während meiner Ausbildung machen durfte, da ich so einen anderen Arbeitsalltag kennen lernen und ganz neue Erfahrungen sammeln konnte. Ich kann es nur wärmstens empfehlen, ebenfalls ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ zu machen. Auch wenn man vorher Zweifel hat, es lohnt sich!

Updated on Dienstag, 17/02/2026

Homepage

Dieses Video zeigt die Ursprünge der EU, ihren Aufbau und ihren aktuellen Stand – schau es dir an, lass dich inspirieren und mach mit. Du kannst die Zukunft Europas mitgestalten!

EINLEITUNG

WIE KÖNNTE DIE EUROPÄISCHE UNION DER ZUKUNFT AUSSEHEN?

Es wird Zeit, dass wir den Stimmen der jungen Menschen in Europa Gehör verschaffen! Was willst du von Europa? Was möchtest du verändern? Im Rahmen der Initiative „New Narrative for Europe“ – ein neues Leitmotiv für Europa – kannst du deine Zukunftsideen für Europa einbringen.

Wir wissen, dass jungen Menschen die Zukunft Europas am Herzen liegt. Ihr seid diejenigen, die von den Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, am meisten betroffen sein werden.

INSPIRIERENDE MENSCHEN

Diese europäischen Persönlichkeiten haben für Veränderung gesorgt, uns vorangebracht und mit ihren innovativen Ideen und Visionen Spuren in der europäischen Geschichte hinterlassen. Wer wäre dein Vorbild?

SENSATIONELLES EREIGNIS

Sieh dir die Ausstellung „Imagine Europe. In Search of New Narratives“ im Bozar Kulturzentrum (April-Mai 2016) an und lass dich von aktuellen Künstlern, Wissenschaftlern und Denkern inspirieren, die alle einzigartige Ideen für die Zukunft Europas hatten.  Kulturzentrum is optional

 

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