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Der Kampf gegen den Klimawandel beginnt auf deinem Teller
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 22/06/2021
Du hast jeden Tag die Chance, durch deine Entscheidungen der Umwelt, der Landbevölkerung und der Gesundheit zu helfen. Du fragst dich, wie? Indem du darüber nachdenkst, was bei dir auf den Teller kommt!
Im Mai 2020 startete die EU die Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und machte sie zu einem zentralen Bestandteil des europäischen Grünen Deals, weil sie für faire, gesunde und umweltfreundliche Lebensmittelsysteme sorgen soll. Sie hängt auch eng mit den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zusammen. Einige Hauptziele sind:
- Nachhaltige Lebensmittelerzeugung mit kleinerem Klimafußabdruck
- Sichere Versorgung der Europäerinnen und Europäer mit erschwinglichen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln
- Umweltschutz und Erhalt der Biodiversität
- Gerechtere Einkommen in der Lebensmittelkette und mehr Öko-Landbau
Diese Strategie wird auch dazu beitragen, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, und zu nachhaltigeren Lebensmittelsystemen weltweit führen.
Was wir essen beeinflusst unsere Umwelt
Normalerweise legt das Essen einen langen Weg zurück, ehe es bei uns in der Küche ankommt, und das bedeutet auch einen riesigen CO2-Fußabdruck.
Zu wissen, dass rund 20 % der erzeugten Lebensmittel verschwendet werden, obwohl so viel Energieaufwand darin steckt, und dass zugleich so viele Menschen hungern, ist eine bittere Pille.
Kürzere Wege und mehr Gemüse auf unserem täglichen Speiseplan sind gesünder für uns und unsere Erde. Tatsächlich braucht man für ein Kilo pflanzliches Eiweiß (etwa von Kichererbsen oder Linsen) nur ein Zehntel des Wassers und bis zu 18 Mal weniger Landfläche als für ein Kilo Rindfleisch.
Die Fettsucht ist ebenfalls auf dem Vormarsch – keine guten News angesichts von mehr als 950 000 Todesfällen (einem von fünf insgesamt), die 2017 in der EU auf eine ungesunde Ernährung zurückgeführt wurden. Daher ist es höchste Zeit für nachhaltigere und gesündere Lebensmittelsysteme!
Packen wir’s an
Jede Entscheidung zählt, und es steht in deiner Macht,
- Saisonware zu kaufen: Sie schmeckt besser, ist günstiger und sorgt auf einfache Weise für mehr Abwechslung auf dem Obst- und Gemüsespeiseplan. Gehört das erfrischende Aroma der Wassermelone nicht zu deinen Erinnerungen an lange, heiße Sommertage? Das hat seinen Grund, aber komischerweise bekommt man diese Frucht jetzt auch mitten im Dezember. Es gibt jede Menge Kalender, die dir sagen, wofür gerade die richtige Jahreszeit ist.
- Je näher, desto besser! Schau nach, wo dein Essen herkommt und wähle möglichst kurze Anfahrtswege. Damit reduzierst du seinen und deinen CO2-Fußabdruck.
- Probiere Alternativen auf Pflanzenbasis und hab Spaß mit neuen Rezeptideen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hatte 2021 zum Internationalen Jahr für Obst und Gemüse (Year of Fruits and Vegetables – IYFV) erklärt. Du kannst deine neuen Rezepte unter den Hashtags #IYFV2021 und #FruitsVegYear teilen und noch mehr Menschen auf die gesunde und nachhaltige Schiene setzen!
- Meide Einwegverpackungen, nimm stattdessen wiederverwendbare Behälter. Kannst du dir den Müllberg der mehr als zwei Milliarden Takeaway-Verpackungen vorstellen, die jedes Jahr allein in der EU weggeworfen werden? Über den Schaden, den wir auf dem Planeten damit anrichten, erfährst du mehr in unserem Artikel „Der (Kunst-)Stoff, aus dem Albträume sind“.
Denk dir die ganze Sache als Win-Win-Situation: Wir haben alle etwas von einer gesünderen Ernährung, wir kümmern uns um die Erde, unsere Gegenwart und unsere Zukunft, und wir fördern die nachhaltige wirtschaftliche Erholung dort, wo wir sie am nötigsten haben.