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Was ist der EU-Jugenddialog?

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 23/09/2022

Der EU-Jugenddialog ist ein Mechanismus für den Dialog zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträgern und ist Teil der EU-Jugendstrategie.

Warum einen EU-Jugenddialog?

Die EU möchte Standpunkte, Ansichten und Interessen von jungen Menschen und Jugendorganisationen in ihrer Jugendpolitik berücksichtigen und lotet diese im Jugenddialog aus.

Der Dialog trägt zur Umsetzung der EU-Strategie für die Jugend 2019–2027 mit den drei Schwerpunktbereichen Begegnung, Beteiligung und Befähigung bei, in deren Rahmen die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern in allen jugendpolitischen Fragen gefördert werden soll.

Umsetzung

Der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und sonstige Aktivitäten im Rahmen des Dialogs finden in Arbeitszyklen von jeweils 18 Monaten statt. Jeder Zyklus beschäftigt sich mit einem Thema, das vom Rat der Jugendminister festgelegt wird.

Das Motto des derzeitigen Dialogs (Anfang 2022 bis Mitte 2023) lautet „Gemeinsam für ein nachhaltiges und inklusives Europa“.

Das Thema steht somit in direktem Zusammenhang mit dem Jugendziel 3 „Inklusive Gesellschaften“ und dem Jugendziel 10 „Ein nachhaltiges, grünes Europa“.

Der Jugenddialog richtet sich an alle jungen Menschen, also auch an junge Menschen mit geringeren Chancen und junge Menschen, die im Moment nicht aktiv sind. In jedem EU-Land gibt es eine nationale Arbeitsgruppe, die sich um die Durchführung von Umfragen und anderen Aktivitäten in ihrem Land kümmert, bei denen junge Menschen, Jugendorganisationen und Politiker zusammenkommen.

Der Dreiervorsitz, also die Gruppe der drei EU-Länder, die während des betreffenden Achtzehnmonatszeitraums den Vorsitz im Rat der EU innehaben, lenkt die Umsetzung des EU-Jugenddialogs. Dabei arbeitet er im Rahmen einer Koordinierungsgruppe eng mit der Europäischen Kommission, den nationalen Agenturen, dem Europäischen Jugendforum und anderen Jugendvertretern der Zivilgesellschaft zusammen.

Auswertung der Ergebnisse

Nach Abschluss der nationalen und europäischen Aktivitäten werden die Ergebnisse zusammengetragen, ausgewertet und anschließend auf den EU-Jugendkonferenzen erörtert. Dort kommen Jugendvertreter und politische Entscheidungsträger zusammen, um gemeinsame Empfehlungen an die EU auszuarbeiten. Die EU-Jugendkonferenzen finden zweimal jährlich in dem Land statt, das zu diesem Zeitpunkt den EU-Ratsvorsitz innehat.

Die Schlussfolgerungen aus den Aktivitäten im Rahmen des EU-Jugenddialogs werden dem Rat der Europäischen Union unterbreitet, der auf ihrer Grundlage ein Strategiepapier mit den Standpunkten der jungen Menschen annehmen kann. So wurden beispielsweise im Zyklus 2018 die folgenden 11 europäischen Jugendziele entwickelt und im Anschluss an einen politischen Prozess und Verhandlungen im Rat in die EU-Jugendstrategie aufgenommen:

  • Die EU mit der Jugend zusammenbringen
  • Gleichberechtigung aller Geschlechter
  • Inklusive Gesellschaften
  • Information und konstruktiver Dialog
  • Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
  • Jugend im ländlichen Raum voranbringen
  • Gute Arbeit für alle
  • Gutes Lernen
  • Räume und Beteiligung für alle
  • Ein nachhaltiges, grünes Europa
  • Jugendorganisationen und europäische Jugendprogramme

 

Die EU-Jugendstrategie mobilisiert verfügbare EU-Instrumente und ruft nationale, regionale und lokale Akteure zu Maßnahmen auf, um die Vision junger Menschen zu verwirklichen.